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27.10.2019 | Gedenkausstellung Georg Reif

„Ich bin auf dem Lande aufgewachsen. Deshalb haben meine Erinnerungen meist mit der Natur zu tun oder mit Situationen, die die Natur auf irgendeine Weise beeinflusst hat“. Mit diesen Sätzen aus dem Vorwort zu seinem 1996 erschienenen Bildband „Aus dem Tagebuch eines Aquarellmalers“ hat der Maler Georg Reif seine Nähe zu Natur und Umwelt beschrieben. Und diese Verbundenheit zu Heimat und Idyllen haben zeitlebens das künstlerische Schaffen des unvergessenen Mitbürgers geprägt, der hier in Altdorf von 1984 bis 1997 auch alljährlich die Ausstellung der „Altdorfer Gruppe“ inszeniert hat.  

Am Sonntag von 14 bis 17 Uhr würdigt nun der Heimat- und Museumsverein das künstlerische Schaffen des über Deutschland hinaus bekannten Malers Georg Reif, der im Jahre 1999 – also vor 20 Jahren – einer heimtückischen Krankheit erlegen ist. Die  Ausstellung im Museum umfasst Leihgaben und Werke aus seinem Nachlass. Der 53jährig Verstorbene war im Hauptberuf Kunsterzieher und Lehrer.

Georg Reif wurde 1946 in Freising geboren und lebte, mit Ausnahme der beruflichen Auslandsaufenthalte, über 30 Jahre in Altdorf. Nach seiner Rückkehr aus Norwegen (1980 bis 1984), wo er sich auch mit seinem künstlerischen Schaffen hervorgetan hat, erschienen auf der Basis umfangreicher Illustrationsarbeiten die Bücher „Der Landkreis“, vier Jahre später „Landshut mit den Augen eines Aquarellmalers“, 1994 „Moosburg mit den Augen eines Aquarellmalers“ und 1995 beziehungsweise 1997 „Sagen und Legenden aus dem Landkreis Landshut“.

Insgesamt stammen 17 Bücher und Illustrationen aus seiner Hand. Daneben entwickelte Georg Reif eine rege Ausstellungszeit. Die Zahl der Einzelausstellungen im In- und Ausland beträgt etwa 50. Ungezählt sind die Teilnahmen an Gruppenausstellungen. Im Jahre 1980 brachte das Bayerische Fernsehen eine Reportage über die künstlerische Arbeit von Georg Reif. Im Jahre 1996 erhielt der Maler in Landshut den Kunstpreis „Creato“ durch den Verein „Bühne e. V.“. Und nicht zuletzt hat die Marktgemeinde Altdorf 1997 ihren Mitbürger mit der kommunalen „Bürgermedaille in Silber“ ausgezeichnet.

Der Besuch der Gedächtnisausstellung im Museum mit Werken zum künstlerischen Schaffen von Georg Reif ist kostenfrei. Es gibt auch Kaffee und Kuchen.

Text: J. Sehofer

Bild: Ansicht des Museums in Aquarell von Georg Reif

Tag des offenen Denkmals | 08.09.2019

Passend zum diesjährigen Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ wollen wir uns dieses Mal dem Baudenkmal widmen, dass das Museum mittlerweile seit mehr als 20 Jahren beherbergt. Zwei Führungen um 14.00 Uhr und 15.30 Uhr vermitteln spannende Informationen und Einblicke in die Haus- und Baugeschichte eines der ältesten Bauernhäuser der Region. Das Oswald-Gütl oder Adlhoch-Haus, wie das Gebäude auch genannt wird, kann auch eine fast 500 jährige Geschichte zurückblicken. Spuren davon finden sich überall am Haus und warten nur darauf entdeckt zu werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!