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Weil schon immer bei jedem Bauernhaus ein kleiner Garten war, wurden auch hier Beete für Gemüse und Krauter angelegt und ein Wassergrand aufgestellt.
Niedere Buchshecken unterteilen das kleine Gärtlein in vier Felder, die mit Gemüse, Kräutern und Blumen bepflanzt sind. So wachsen neben Stangenbohnen, Tomaten und gelben Rüben auch uralte Färbepflanzen wie das blaufärbende Färberwaid. Besonders wichtig sind immer frisches Bohnenkraut und italienische Gewürze, denn sie werden beim Moretum im Museumsprogramm „Römer“ häufig verwendet. An der Holzschupfenwand rankt sich der Hopfen empor und an der Südseite des Hauses wächst ein gut tragender Weinstock. Er wurde 1998 vom damaligen Gartenbauvereinsvorsitzenden und letzten Hausbewohner Josef Scharf gepflanzt, in Anlehnung an die „Weinbergstrasse“ , den „Weinberg“ und den „Weinkeller“, der jetzt die Archäologie beherbergt.
Uralte Getreidesorten wachsen auf dem kleinen Feld oberhalb des Hauses. Neben Emmer, Einkorn und Dinkel gedeihen auch die Feldfrüchte Linsen und Erbsen. Auch der Lein, aus dem die Leinsamen und die Leinen-Faser gewonnen werden, entwickelt sich immer gut. Die Stängel kommen in den Museumsprogrammen zum Einsatz, in denen anschaulich erklärt wird, wie aus einem Leinsamenkorn nach einem Jahr und wenigen Arbeitsgängen ein Faden und später ein Stück Stoff wird.
In acht Meter Tiefe befindet sich die Sohle des Hausbrunnens, der nur aus aufgeschichteten, nicht vermörtelten Ziegelsteinen vor unbekannter Zeit errichtet wurde. Bis um 1945 war der Ziehbrunnen intakt, jetzt ist er aus Gründen des Denkmalschutzes und zur Absicherung vor Unfallgefahr verschlossen worden.
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