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Heimatmuseum soll noch attraktiver werden Archäologische Funde besser präsentieren - Modernste Technik hält Einzug

Das Altdorfer Heimatmuseum, das im April 1996 eröffnet wurde, schreibt Erfolgsgeschichte. Der Zulauf' ist groß. 2008 wurden mehr als 6000 Besucher registriert. Doch nicht alles ist besonders professioell im Adlhoch-Haus. Man merkt, dass die Museumskonzeption älteren Datums ist. Besucherfreundlich und barrierefrei soll es werden, das Heimatmuseum. Museumsleiterin Monika Weigl hat viele Ideen für Verbesserungen. Voraussetzung ist, dass Gelder fließen. Sie hat schon Zusagen, so dass die Verbesserungen angegangen werden können. Am meisten soll sich im Keller, dem Kernstück des Museums, mit den archäologischen Funden, ändern. Modernste Medien sollen Einzug halten und neue besondere Funde sollen in das Repertoire aufgenommen werden.
Seit etwa sieben Jahren steht das gesamte Haus am Weinberg für Museumszwecke zur Verfügung. Bisher kann das Museum ausschließlich anhand einer Führung besichtigt werden. Dies soll sich künftig nach den Vorstellungen von Museumsleiterin Monika Weigl ändern und die Leute frei durch die Museumsräume gehen können. Der Weg soll dann klar gekennzeichnet sein. Alles andere als optimal ist der Zugang zur Toilette, der über eine sehr schmale Treppe führt.
Die archäologischen Funde im Keller des Museums sind auf einem Stand von 1990. Es gab in den vergangenen Jahren diverse archäologische Grabungen im Marktbereich, doch ein Großteil der Funde liegt im archäologischen Staatsmuseum in München. Mit einer archäologischen Bearbeitungszeit von 15 Jahren ist laut Monika Weigl zu rechnen. Um Ordnung in die Funde zu bringen, sollten junge Archäologen die für das Heimatmuseum wichtigen aussortieren, lautet eine Wunschvorstellung. Denn, obwohl das Heimatmuseum archäologische Einzigartigkeiten zu bieten hat, sollten es einige Raritäten mehr sein.
Themen statt Chronologie
Es war über Jahre üblich, Museen in chronologischer Form zum Beispiel von' der Steinzeit- über die Keltenzeit bis zum Mittelalter aufzubauen. Monika Weigl hat sich bei anderen Museen kundig gemacht und berichtet begeistert davon, dass heutzutage sehr viel themenbezogen dargestellt wird. Beschriftungen seien dann kaum mehr nötig. Die Altdorfer Museumsleiterin möchte mit modernsten Medien arbeiten und da bieten sich Animationsfilme an, mit Hilfe derer erklärt und gezeigt wird, wie das Leben und Arbeiten in früheren Epochen funktioniert haben. "Es ist nichts Lebloses, denn mit Animationen werden Gegenstände und Personen lebendig", schwärmt Monika Weigl von der modernen Technik.
Begehbare Vitrinen
Den in Grün gehalten n Vitrinen, in denen die archäologischen Schätze ausgestellt sind, sieht man an, dass sie in die Jahre gekommen sind. Heutzutage würde man die Funde ganz anders präsentieren. Stehen drei Leute um die Vitrinen, haben weitere Interessierte kaum eine Chance auch etwas zu sehen. Das rnöchte Monika Weigl ändern; sie kann sich begehbare Vitrinen vorstellen, wobei Besucher dann auch die Möglichkeit hätten, miteinander zu diskutieren. Da Altdorf ein kleiner zentraler Punkt im Isartal ist, der geschichtlich gesehen, in jeder Himmelsrichtung eine Bedeutung hatte, soll das umspannende Thema "Altdorf an der Fernhandelsstraße" lauten.
Moderne Technik soll auch im Aufgang zum ersten Stock Einzug halten. Eine Sitzecke soll dazu einladen, sich kurze Filme anzuschauen, die das Thema der Darstellungen aufgreifen. So könnte beispielsweise ein Film passend zur Nähecke die Arbeit eines Schneiders dokumentieren. Ganz ohne Zwang können die Filme selbst eingelegt werden.
Dass das Heimatmuseum bis heute finanziell im Plus ist, erfüllt die Leiterin mit Stolz. Die Außenwirkung des Museums ist enorm. Schulklassen aus Landau, Straubing, Kelheim, Erding oder München haben das Adlhoch-Haus in guter Erinnerung.
Bis zum Jubiläum im kommenden Jahr, dann besteht das Museum in Altdorf seit 15 Jahren, gibt viel zu tun. Von der Landesstelle für nicht staatliche Museen in München wurden Fördermittel. zugesagt. Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Eine ist, dass das Museum mindestens 100 Stunden pro Jahr seine Pforten öffnet.
Wenn die Museumssaison Ende April beginnt, wird es auch Donnerstagnachmittag sowie jeden zweiten oder dritten Samstagnachmittag geöffnet sein. "Das sind Zugeständnisse im Sinne des Museums", sagt Monika Weigl.
Das Kinderprogramm steht im kommenden Jahr unter dem Motto "Bauernhaus". Das Leben der Urgroßeltern und Großeltern soll in Erinnerung gerufen werden. Für das Schulprogramm hat Monika Weigl mittlerweile eine Mitarbeiterin, so dass sie sich auch verstärkt um die Umstrukturierungen im Museum kümmern kann. "Ich habe gute und treue Helfer", ist Weigl für die Unterstützung dankbar.
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