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14.-16.05.2016 | Öffentliche Führungen

Zur Eröffnungen der neuen Ausstellungen werden am Pfingstwochende jeweils um 14.00 Uhr öffentliche Führungen durch die archäologische Dauerausstellung „Innovationen in der Urgeschichte“ und 15.30 Uhr durch die Sonderausstellung „Rätsel Kosbacher Altar“ angeboten.

Eine Vorschau auf die Ausstellungen zeigt der Beitrag von Isar TV vom 12.05.2016.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

Wochenblatt | 11.05.2016

Eröffnung zweier neuer Ausstellungen im Museum Altdorf

Nach einer längeren Umbauphase werden am morgigen Donnerstag im Museum Altdorf gleich zwei neue Ausstellungen eröffnet. Die neukonzipierte archäologische Dauerausstellung trägt den Titel „Innovationen in der Urgeschichte“ und befasst sich mit den Neuerungen, die in den letzten 7.500 Jahren das Leben der Menschen gravierend verändert haben. Warum wurden die Menschen sesshaft? Wie verändert der Gebrauch von Metall die Gesellschaft? Wie entsteht eine neue kulturelle Identität? Diesen und weiteren Fragen geht die neue archäologische Dauerausstellung nach und veranschaulicht den Wandel im Leben der Menschen von der Steinzeit bis in das Frühmittelalter am reichen archäologischen Fundmaterial aus Altdorf. Dabei werden neue Funde ausgestellt und auch einige Ergebnisse der zahlreichen archäologischen Ausgrabungen der letzten 30 Jahre in Altdorf aufgezeigt. So zeigt die Ausstellung unter anderem als bisher ältesten Nachweis einer Tasse in Mitteeuropa einen Fund aus Altdorf, aus der Zeit um 5.200 v. Chr. Der Henkel als Innovation setzte sich nicht durch und geriet in Vergessenheit. Erst 1.400 Jahre später treten Gefäße mit Henkeln regelmäßig auf. Auch der älteste Nachweis von Metall im Landkreis Landshut stammt aus Altdorf.

Zeitgleich wird auch die Sonderausstellung „ Rätsel Kosbacher Altar“ eröffnet, die hauptsächlich von Studierenden der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg konzipiert wurde und vom 12.05.2016 – 30.10.2016 im Museum Altdorf zu sehen sein wird. Die Geschichte des Kosbacher Altars beginnt mit der Entdeckung einiger eisenzeitlicher Grabhügel bei Erlangen am Anfang des 20. Jahrhunderts. Neben einem der Hügel traf der Entdecker auf eine kleine rechteckige Steinsetzung mit niedrigen Pfeilern an den Ecken und in der Mitte. Für diese prägte er den Begriff „Kosbacher Altar“. In der Wissenschaft ist die Interpretation des Befundes auch nach über 100 Jahren noch umstritten, vor allem aus dem Grund, dass es keine Vergleiche in Mitteleuropa gibt. Auch wenn das Rätsel des sogenannten „Kosbacher Altars“ im Rahmen der Vorbereitungen zur Ausstellung nicht gelöst werden konnte, endet der Rundgang – augenzwinkernd – mit einem Blick auf den wirklichen Kosbacher Altar. Wochenblatt | 11.05.2016 weiterlesen